Von Sydney nach Brisbane

2013-11-14
Weiter an Sydney vorbei in Richtung Blue Mountains. Ich sehe nichts von den Buschbränden der letzten Wochen. Wer also seine Urlaubspläne schon ändern wollte: Nicht notwendig, die Wälder sind noch da.

Die Top-Attraktionionen sind laut Visitor-Centre die Wentworth-Wasserfälle, die Three Sisters, die Jenolan Caves und Mount Thomah. Die Wasserfälle sind die erste Attraktion, die ich mir ansehe und sie sind auch wirklich beeindruckend.

Nach den Wasserfällen stelle ich den Camper in Katoomba ab.

2013-11-15
Die Three Sisters sind gleich ums Eck.

Und hier habe ich mal einen der Radaubrüder dingfest gemacht.

Und endlich bleibt mal einer von diesen roten Vögeln lange genug sitzen.

Die nächste Attraktion sind die Jenolan Caves, die Strecke dorthin ist allerdings weiter und kurviger als gedacht. Als ich ankomme ist die nächste Tour eine Abenteuer-Tour names "Plughole". Wir sind nur 3 Teilnehmer bei gleichfalls 3 Guides und wir werden durch Engstellen geleitet, die nicht so aussehen, als ob wir da durchpassen würden.

Mit dem Blick auf die Uhr entschließe ich mich, die letzte Attraktion auf morgen zu verschieben und fahre zum Campingplatz in Blackheath, wo es auch einen Aussichtspunkt gibt.

2013-11-16
Auf der Fahrt zu Mount Tomah sehe ich dann doch die Folgen der Buschbrände, Eukalyptusbäume mit angeschwärzten Stämmen und braunen statt grünen Blättern. Darunter wirkt das Unterholz seltsam aufgeräumt.

Die Attraktion Mount Tomahs ist der botanische Garten.

Der Ku-ring-gai Chase National Park ist nicht ganz einfach zu erreichen, wenn man nicht Sydney durchqueren will. Die Straße, über die mich meine Route führt, ist für Fahrzeuge über 7,50 m Länge gesperrt. Sie hat die engsten Serpentinen, die ich mit dem Camper bis jetzt gefahren bin.

Eigentlich wollte ich im Nationalpark übernachten, mein Reiseführer und die Broschüren, die ich habe behaupten beide, es gäbe Campinggelegenheiten hier. Die Schilder vor Ort sagen aber leider etwas anderes und so sehe ich mir nur die Marina und den Waldlehrpfad an.

Die Suche nach einem Campingplatz gestaltet sich zum ersten Mal schwierig und ich finde erst spätabends einen Platz, der noch etwas frei hat, in Bateau Bay direkt am Strand. Ich buche mich gleich für zwei Nächte ein.

2013-11-17
Mit dem Baden wird es wohl nichts, es herrscht Dauerregen. Immerhin steht hier der Camper sicher auf einer Betonplatte und wird nicht weggeschwemmt oder verschwindet im Schlamm.
2013-11-18
Nach einer stürmischen Nacht - leider im wörtlichen Sinne, der Regen wurde von einem Sturm abgelöst, der den Camper durchschaukelte - fahre ich weiter über Newcastle ins Hunter Valley. Unterwegs sehe ich überflutete Straßen und Straßenarbeiter, die gerade einen Baum, der auf der Straße liegt, zerlegen. In Cessnock gehe ich noch einkaufen, u.a. bei einem auch in Deutschland bekannten Einzelhändler:

Auf dem Campingplatz buche ich dann für morgen eine Tour durch die Weinkeller der Region. Am Abend hört endlich auch der Regen auf und es gibt noch ein paar Sonnenstrahlen.

2013-11-19
Auf der Tour sind wir am Vormittag der Fahrer, ein amerikanisches Ehepaar und ich. Am Nachmittag kommt noch ein australisches Ehepaar dazu.

Die erste Weinprobe ist bei Kevin Sobels Wines.

Danach dürfen wir ein paar Oliven probieren.

Die zweite Weinprobe gibt es bei Audrey Wilkinson.

Nach der Mittagspause gibt es noch einen Stopp in einem Käseladen, in einem Schokoladenladen, zwei weitere Weingüter mit Weinproben und als letztes noch eine Hausbrauerei.

2013-11-20
Weiter mit einem kleinen Abstecher nach Port Stephens und dann zum Booti Booti National Park. Muss ich mir doch den Strand mit 5 anderen Menschen und etwa genauso vielen Möven teilen!
2013-11-21
Ich fahre weiter nach Port Macquarie, dort gibt es einen Campingplatz nahe der Stadtmitte an einem Wellenbrecher mit bemalten Felsbrocken.

Am Abend laufe ich noch den "Coastal Walk" ein Stück entlang und kehre dann in dem mir von einem Australier empfohlenen Restaurant ein. Der Tipp stellt sich als sehr gut heraus.

2013-11-22
Am Vormittag folge ich einem anderen Wanderweg aus der Karte von Port Macquarie. Und tatsächlich, nahezu mitten in der Stadt befindet sich ein Nationalpark mit einem Mangrovenwald.

Am Nachmittag komme ich noch dazu, mir ein altes Gerichtsgebäude anzusehen, bevor der Regen wieder einsetzt.

2013-11-23
Weiter gehts in den Hat Head National Park, wo ich am Smokey Head kampiere. Wieder ein langer einsamer Sandstrand, aber diesmal gibt es am Campingplatz leider keine Duschen.

Als ich vom Strandspaziergang zurückkomme, setzt wieder Regen ein. Während ich esse, bildet sich hinter dem Camper eine ordentliche Pfütze.

2013-11-24
Den Leuchtturm von Smokey Cape habe ich ja vom Strand aus schon gesehen, und jetzt das Ganze umgekehrt.

Eigentlich stünde ja Nambucca Heads auf dem Programm, aber ich bin schon gegen 11:00 Uhr dort und der Dorrigo National Park klingt für mich gerade interessanter als ein Ferienort. Also fahre ich weiter.

Die zwei Eidechsen lassen sich von Fotografen nicht stören.

Direkt am Dorrigo Rainforest Center gibt es den Skywalk, einen 70 m langen Steg zu den Baumwipfeln des Regenwaldes.

2013-11-25
Weiter mit einem Zwischenstopp in Coffs Harbour zum Tanken und Einkaufen nach Red Rock, einem kleinen Dorf südöstlich von Grafton. Dort gibt es einen Campingplatz am Strand, wo ich für zwei Tage bleibe. Der Strand ist wieder typisch australisch überfüllt, soll heißen ich kann in der Entfernung eine Gruppe von sechs oder sieben Menschen ausmachen (genau kann ich es nicht sagen, sie sind zu weit weg). Ich gehe in der Brandung planschen, habe aber keine Kamera dabei, also gibt es heute keine Bilder.
2013-11-26
Am Vormittag gehe ich einen kleinen Rundwanderweg am Ufer des Corindi Rivers.

Danach zum Red Rock selbst, an der Mündung des Corindi, wo auch der Strand anfängt.

Auf einem Trampelpfad auf einer Düne begegnet mir eine dunkle Schlange, die mich wohl nicht hat kommen sehen. Sie flieht erst, als ich nur noch einen knappen halben Meter von ihr weg bin. So nahe wollte ich eigentlich an keine Schlange herankommen.

2013-11-27
Für die nächsten Tage sind steigende Temperaturen angesagt, ideal für die Nationalparks in den Bergen. Also mache ich in Grafton nur einen kurzen Rundgang.

In Ballina gibt es einen hübschen Aussichtspunkt am Leuchtturm.

Ganz bis in die Berge komme ich heute ohnehin nicht, also halte ich in Casino. Auf dem Campingplatz lebt ein ganzer Schwarm Papageien(?).

2013-11-28
Im Visitor-Center in Tenterfield ist eine Tafel mit Erläuterungen zur Städtepartnerschaft mit Ottobeuren (16106 km entfernt).

Lokale Sehenswürdigkeiten auf dem Weg zum Nationalpark sind der Thunderbolt's Hideout und die Tank Trap aus dem zweiten Weltkrieg.

Schließlich schlage ich in der Cypress Pine Camping Area im Boonoo Boonoo National Park mein Zelt/meinen Camper auf. Um zum Wasserfall zu wandern, ist es heute ein wenig zu spät, also bleibe ich erst mal da.

Am Platypus Hole sollte doch eingentlich ein Schnabeltier auftauchen.

2013-11-29
Die Wanderung zum Wasserfall auf dem River Track führt am Boonoo Boonoo River entlang.

Ich treffe eine Gruppe von drei Banks-Rabenkakadus.

Am Aussichtspunkt über die Boonoo Boonoo Falls.

Der Weg zurück zum Campingplatz.

Ich verbringe keine zweite Nacht im Nationalpark, sondern fahre zurück nach Tenterfield.

2013-11-30
Der nächste Nationalpark, den ich vorhabe, ist der Bald Rock National Park. Ich nehme den Bungoona Walk zum Bald Rock.

Das Gipfelkreuz sieht für mich eher aus wie ein Ankerball.

Zurück gehe ich den Summit Walk.

Da ich schon um halb zwei wieder am Campingplatz bin, mache ich mich nochmal auf den Weg zum Little Bald Rock. Der Wanderweg ist allerdings lange nicht so interessant, wie der Bungoona Walk. Als kräftigerer Regen einsetzt, kehre ich dann auch um. (Ich frage mich nur, wer wohl den Knoten in den Baum gemacht hat.)

2013-12-01
Die Kängurus hier sind übrigens deutlich lebensfroher als die in Victoria. Sie hüpfen alle weg von der Straße.

Diese Eisenbahnbrücke zwischen Tenterfield und Wallangarra musste ich mal kurz aufnehmen.

In der Telefonzelle lebt schon jemand (nach Auskunft des Parkrangers ist der Bewohner aber harmlos).

Nachdem ich in ebendieser Telefonzelle meinen Campingplatz gebucht habe, mache ich mich auf den Weg zu Sphinx, Turtle Rock und Rock Castle, Wanderziele im Girraween Nationalpark. (Der Girraween Nationalpark grenzt an den Bald Rock Nationalpark, liegt aber schon über der Grenze zu Queensland.)

Und, lebt der Baum noch?

Ja.

Beim ersten Ziel, die Sphinx.

Und der Turtle Rock ist dann auch nicht mehr weit.

Auf dem Rückweg liegt dann der Abstecher zum Rock Castle.

In der Broschüre zum Park hieß es, der Ausblick vom Rock Castle sei atemberaubend. Das ist nicht gelogen.

Von hier aus erkennt man auch, warum der Turtle Rock so heißt.

Aber zurück zur Aussicht vom Rock Castle.

Und zurück zum Campingplatz.

2013-12-02
Statt $ 17 für den Bald Rock National Park habe ich für den Girraween National Park nur $ 5,60 bezahlt. Und dafür gibt es auch noch statt einem Plumpsklo richtige Sanitäranlagen mit heißen Duschen. Für heute habe ich mir die restlichen, nördlichen Wanderungen vorgenommen: Zu den Pyramiden und zur Mündung des Bald Rock Creek. Gleich am Anfang steht mir ein Känguru im Weg, das gar nicht daran denkt, beiseite zu gehen.

Nach einem bislang einfachen Weg mit einigen Treppen, geht jetzt der Aufstieg auf die erste Pyramide richtig los.

Ein entgegenkommenderer Wanderer warnt mich noch vor den rutschigen nassen Steinen. Aber ich schaffe es trotzdem weiterzugehen.

Der "balancing rock".

Die zweite Pyramide.

Auf dem Gipfel.

Und wieder runter.

Nach dem Granite Arch

geht es weiter am Bald Rock Creek entlang bis zur Junction.

Und, lebt der Baum noch?

Und ob.

Leider bleiben nur wenige Vögel ruhig sitzen, wenn ich sie ablichten möchte.

Die Junction.

Und zurück zum Parkplatz.

Nach zwei Nächten in Nationalparks muß ich mal wieder die Baterien aufladen, sonst gibt der Kühlschrank den Geist auf (und Wäsche waschen und Geschirr spülen und einkaufen...). In Stanthorpe gibt es einen passenden Campingplatz.

2013-12-03
Ich will wieder Richtung Küste, dort liegen die letzten Punkte, die ich mir vorgenommen hatte: Byron Bay, der Lamington National Park, Surfers Paradise und schließlich Brisbane. Da ich aber nicht denselben Weg zurückfahren will, wie ich gekommen bin und ich noch Zeit habe, suche ich mir einen Nationalpark etwa auf dem halben Weg: Memimbi National Park. Das nächstgelegene Visitor-Centre ist in Kyogle.

Dort schickt man mich aber in den Border Ranges National Park, auch gut, mein Plan ist schnell geändert. Der Campingplatz heißt Sheepstation Creek Camping Area. Aber als ich ankomme, ist es mir schon zu spät, um noch loszulaufen, also verschiebe ich die Wanderung auf morgen. (Heute gibt es also wieder keine Bilder.)

2013-12-04
Die Rosewood Loop sieht mit 6 km für den Vormittag einfach genug aus.

Der Gelbohr-Rabenkakadu entzieht sich leider dem Foto.

Weiter nach Byron Bay. Hier ist ordentlich was los, die "Schoolies" feiern alle hier das Ende der Schule. Die eigentlichen Sommerferien fangen aber erst nächste Woche an. So bekomme ich auch noch problemlos einen Platz auf dem Campingplatz direkt am Zentrum, wo ich für zwei Nächte bleibe.

2013-12-05
Der Weg zum Leuchtturm ist nett angelegt aber doch ein klein wenig weiter als gedacht. Zum Glück ist es nicht ganz so heiß wie gestern, sondern meistens etwas bewölkt. Der starke Wind scheint aber normal zu sein für die Gegend.

Hier ist auch der östlichste Punkt des australischen Festlandes.

Am Leuchtturm.

Und auf dem Rückweg.

2013-12-06
Ich fahre weiter nach Norden über die Grenze nach Queensland und suche mir einen Weg zum nächsten Nationalpark, Springbrook. Die normale Zufahrt über Mudgeeraba ist aber gesperrt, ein Buschfeuer hat vor ein paar Tagen die Straße unpassierbar gemacht, also folge ich der Umleitung. Die führt mich gleich am Wunburra Lookout vorbei.
2013-12-07
Zwei von drei Wanderrouten sind wegen Sturmschäden gesperrt (nicht dass ich den 17 km langen Warrie Circuit in Betracht gezogen hätte :-)), aber das macht nichts, denn der verbleibende Twin Falls Circuit mit 4 km passt mir eigentlich. Aber zuerst komme ich noch an zwei anderen Aussichtspunkten vorbei, zuerst der am Information Centre.

Dann am Canyon Lookout.

Aber jetzt endlich zur Wanderung.

Nach dem Twin Falls Circuit fahre ich noch zum "Best of All" Aussichtspunkt.

Einen Campingplatz mit Strom finde ich in Canungra, nicht allzuweit weg, denn ich will morgen noch zum Lamington Nationalpark. Während ich an meinem Blog tippe, findet hinter mir eine Weihnachtsfeier statt. Jingle Bells bei 20 Grad im Schatten ist irgendwie leicht skurril.

2013-12-08 *
Die Fahrt zum Lamington National Park ist nicht weit (wenn auch kurvig), so komme ich noch am Vormittag dort an und laufe noch los auf den Box Forrest Circuit.

Ungefähr Halbzeit, bei den Yanbacoochie Falls.

Dann in einer dunklen Schlucht verborgen, die Box Log Falls.

Und die Elebana Falls.

Und hier saß gerade noch ein Vogel und hat die blauen Müllstückchen sortiert.

Während ich darauf warte, dass er wieder zurückkommt, laufen mir diese Beiden zufällig vor die Linse.

Das Warten hat sich gelohnt, er kommt zurück. (Es ist ein Seidenlaubenvogel, wie ich später von einer Mitarbeiterin des Australian Zoo erfahre.)

Und noch ein Tier, das sich brav fotografieren lässt.

Zurück am Picknickplatz, wo der Wanderweg begann.

2013-12-09
Den Skywalk hatte ich gestern ausgelassen.

Wie zum Beweis, dass das Schild keinen Unsinn erzählt.

Auf dem Weg nach Brisbane gibt es noch den Karmarun Aussichtspunkt.

Ich fahre das letzte Stück nach Brisbane und finde einen Campingplatz in einer Vorstadt.

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